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Die richtige Rennmaus

12. August 2007

An dieser Stelle möchten wir jeweils auch Fragen von anderen Rennmausfreunden beantworten:

Hallo zusammen
Ich finde diese Seite richtig cool. Ich bin sehr interessiert an Rennmäusen. Aber ich weiss nicht, wo ich eine gesunde, nicht all zu teure und gepflegte Maus herbekomme. Ich dachte mir das ihr mir vielleicht eine Adresse schicken könnt, das wäre sehr nett.

Viele liebe Grüsse
Marilena.

rennmausknabberhaus.jpg
Zubehörartikel, wie dieses Knabberhäuschen, ist für die Nager sehr wichtig.

Antwort

Eine gesunde Rennmaus bekommst am besten in einer Tierhandlung, z.B. im Qualipet oder Fressnapf. Die vielen Standorte dieser Tierhandlungen findest du auf deren Websites. Eine Maus kostet so um die 30 Fr. Dabei solltest du aber schauen, dass du mindestens 3 Mäuse (Geschwister) kaufst, da sie gerne in Gruppen leben. Zudem sollten sie alle das gleiche Geschlecht haben (sonst gibts schnell mal viel Nachwuchs). Was jedoch teurer ist, ist das Terrarium und das Zubehör. Um den Rennmäusen ein schönes Zuhause zu geben, sollte man bei diesem Punkt nicht sparen. Für das Terrarium mit allem drum und dran musst du je nach Grösse schon mit 200 bis 500 Franken rechnen.

Müsliburg

12. Juli 2007

Aus Holz hat Roland letzte Woche einen Abenteuerspielplatz für die Rennmäuse gebaut, genauer gesagt eine Burg. Wenn die Mäuse draussen im Freien sind, können sie nun nicht nur durch Pappröhren klettern, sondern auch einiges auf der Müsliburg entdecken.

Vor ein paar Wochen hat Roland ein neues Sandbad für die Mäuse gezimmert: etwa 2 cm dickes Holz (damit es die Mäuse nicht gleich zernagen können), 20 cm breit, 20 cm lang und 18 cm hoch. Bei der Konstruktion wurde darauf geachtet, dass die Mäuse den Sand nicht mehr aus dem Bad buddeln können. Dies wurde gelöst, indem die Seitenwände in der Höhe bis zur Abdeckung reichen und als Ein- und Ausgang nur ein kleines Loch zur Verfügung steht.

Das Sandbad dient als Fellpflege der Mäuse. Sie benutzen es aber auch als Toilette. Daher sollte man den Sand 1-2 Mal die Woche sieben bzw. frisch nachfüllen. Unser Stupsi benutzt es neuerdings auch als Nest, indem er innert wenigen Stunden alles Stroh von draussen in das Sandband reinträgt und sich dort einnistet. Ob das ein normales Verhalten ist, wissen wir nicht. Schliesslich ist Stupsi ein Männchen und erwartet keine Jungen…

Hat dieses Verhalten vielleicht auch schon ein anderer Rennmausfreund bei seinen Mäusen festgestellt?

Rennmäuse beim Doktor

21. April 2007

Unser Mäuschen Stupsi liegt in letzter Zeit etwas faul herum. Es hat auch zugenommen und ist das Dickste von den 3 Mäuschen. Was auffällt: Flecki ist recht klein geblieben. Um sicher zu gehen, dass mit den Mäusen alles in Ordnung ist, hat Roland diese Woche einen Tierarzt aufgesucht.

Fazit

Unsere Rennmäuse sind kerngesund. Tipp vom Doktor: Statt der Körner mehr Heu und Äste (Haselnuss, Zwetschgenbaum) zu knabbern geben. – Da sind wir ja beruhigt, dass es den drei Kleinen gut geht.

quittung.jpg
Witzig: Stupsi wurde auf der Rechnung mit Namen aufgeführt.

Das Futter für die Rennmäuse sollte abwechslungsreich sein. Trotzdem darf man den Tierchen nicht alles geben. Hauptsächlich fressen sie Körner. Wir verwenden eine gute Mischung aus dem Handel, die schon eine abwechslungsreiche Zusammensetzung aufweist, z.B.: Weizen, Erbensflocken, Maisflocken, Soja, Hafer, Karotten, Kürbis, Rosinen, Geflügel, Leinsamen, Vitamine und Mineralien.

Sind die Nager ausserhalb des Terrariums, erhalten Sie auch mal ein frisches Bio-Rüebli, Sonnenblumenkernen oder Knäckebrot (ohne Zucker oder Salz) von uns. Was mit letztgenannter Delikatesse passieren kann, sieht man im folgenden Filmchen:

Wichtiges zur Ernährung

  • täglicher Trockenfutterbedarf: 6-10 g pro Maus
  • täglicher Wasserbedarf: 3-5 ml (gelegentlich Zugabe von Vitamintropfen)
  • Qualitätsmischungen aus dem Zoofachhandel verwenden
  • man kann auch Futter geben, die für Goldhamster oder Wellensittiche bestimmt sind

abwechslungsreiche Nahrung

  • Qualitätstrockenfutter
  • abwechslungsreiche Ergänzung: Hirse oder ähnliche Sämereien, Müslimischungen ohne Zuckerzusatz, Haferflocken, Getreidekörner, Trocken-Suppengemüse, rohe Nudeln
  • Delikatesse: Vollkorn-Knäckebrot
  • Leckerbissen/"Belohnungen": Sonnenblumen- und Küribskerne, Nüsse (Achtung: Zu viel davon ist schlecht für die Verdauung und macht fett)
  • in kleinen Mengen: Rüebli, Chicorée, Endivie, Gurken, alle Obstsorten, gelegentlich gekochte Kartoffel (Achtung: Wenn nicht alles gefressen wird, nach einem Tag entfernen)
  • Wildkräuter: Löwenzahn und Vogelmiere von unbelasteten Flächen (gut waschen/abtrocknen)
  • Zweige als vitaminreiche Beikost im Winter: Obstgehölzen, Weide, Birke, Haselnuss, Buche, Ahorn
  • Muttertiere brauchen mehr Eiweiss: Mehlwürmer, Joghurt und Quark (teelöffelweise) ab und zu Nager-Drops, gekochtes Ei, Hundetrockenfutter
  • Wasser: 3-5 ml pro Tag in Trinkflasche oder Schale (bei Schale geschützter Standort, damit keine Hobelspähne in das Wasser kommen)
  • weniger oder gar nicht geeignet: Sauerampfer, Rhabarber, unbekannte Kräuter, Kohl, Sellerie, Spinat*, Kopfsalat* (* zu viel Nitratgehalt im Winter). Rohe Bohnen, gekeimte oder grüne Kartoffeln und andere (als oben erwähnte) Gehölze sind giftig für die Nager

Futteranteil

  • Proteine (12-15%), Muttertiere benötigen mehr
  • Fett, essenzielle Fettsäuren (4-8%): Nüsse, Sonnenblumenkerne
  • Kohlenhydrate für Energie (50-60%): In Getreide
  • Mineralien (stärken Knochen, Zähne, Stoffwechsel): In Getreide und Gemüse
  • Vitamine (zum Schutz der Körperzellen): Vitamin A in Rüebli, B und E in Getreide
  • Unsere
    3 Rennmäuse
    wohnten
    4 Jahre,
    2 Monate und
    5 Tage
    bei uns.

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