Archiv der Kategorie «Tipps»

Geeignet sind frische Äste von Birke, Ahorn, Linde, Hainbuche, Pappel und Hasel. Letztgenanntes lässt sich wohl am besten finden. Auch können Äste von Kernobstbäumen wie Apfel- oder Birnenbaum gegeben werden. Bei Steinobstbäumen wie Kirsche oder Pflaumen sollte man darauf achten, dass das Holz ganz ausgetrocknet ist. Denn die Rinde kann bei frischen Ästen eine giftige Vorstufe von Blausäure enthalten.

Ungeeignet ist Holz von Nadelbäumen wie Tanne, Fichte, Lärche oder Kiefer. Im Harz können giftige ästherische Öle enthalten sein. Holunder, Eibe, Forsythie, Rosskastanie und Goldregen sind stark giftig, also Hände weg von diesen Bäumen und Sträuchern!

Im allgemeinen sollte darauf geachtet werden, dass die Äste unbehandelt sind, also nicht von Schädlingsbekämpfungsmitteln bespritzt wurden.

Wenn es schwieriger ist, an frische Äste zu bekommen, können auch in der Tierhandlung Korkröhren gekauft werden, an denen die Rennmäuse gerne knabbern, darauf rumklettern und sich in der Röhre verstecken und auch schlafen.

Sich aneinander gewöhnen

30. Oktober 2008

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Flecki war zwar nur eine Nacht in der Kleintierklinik. Für Mäuse ist diese Abwesenheit aber wie ein ganzer Monat. Daher mussten Flecki und seine Geschwister Stupsi und Gwunderli sich erst wieder aneinander gewöhnen. Dafür wurde auf Anordnung des Tierarztes das Terrarium in zwei Hälfte geteilt. Auf der einen Seite waren Stupsi und Gwunderli, auf der anderen Seite Flecki. Für die Trennung sollten wir eine Glasscheibe oder ein Gitter verwenden, so dass sich die Tiere trotzdem sehen, im schlimmsten Fall aber nicht aufeinander losgehen (da Stupsi und Gwunderli Flecki als Fremden aufnehmen könnten). Wir lösten dies mit einem Bilderrahmen ohne Rückwand. Die Mäuse hatten so nun die Möglichkeit, ihr Revier zu markieren. Die nächsten Tage tauschten wir die zwei Mäusegruppen regelmässig. Dadurch konnten sich die Rennmäuse durch die verteilten Duftstufe des Gegenübers wieder aneinander gewöhnen.

Die richtige Rennmaus

12. August 2007

An dieser Stelle möchten wir jeweils auch Fragen von anderen Rennmausfreunden beantworten:

Hallo zusammen
Ich finde diese Seite richtig cool. Ich bin sehr interessiert an Rennmäusen. Aber ich weiss nicht, wo ich eine gesunde, nicht all zu teure und gepflegte Maus herbekomme. Ich dachte mir das ihr mir vielleicht eine Adresse schicken könnt, das wäre sehr nett.

Viele liebe Grüsse
Marilena.

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Zubehörartikel, wie dieses Knabberhäuschen, ist für die Nager sehr wichtig.

Antwort

Eine gesunde Rennmaus bekommst am besten in einer Tierhandlung, z.B. im Qualipet oder Fressnapf. Die vielen Standorte dieser Tierhandlungen findest du auf deren Websites. Eine Maus kostet so um die 30 Fr. Dabei solltest du aber schauen, dass du mindestens 3 Mäuse (Geschwister) kaufst, da sie gerne in Gruppen leben. Zudem sollten sie alle das gleiche Geschlecht haben (sonst gibts schnell mal viel Nachwuchs). Was jedoch teurer ist, ist das Terrarium und das Zubehör. Um den Rennmäusen ein schönes Zuhause zu geben, sollte man bei diesem Punkt nicht sparen. Für das Terrarium mit allem drum und dran musst du je nach Grösse schon mit 200 bis 500 Franken rechnen.

Das Futter für die Rennmäuse sollte abwechslungsreich sein. Trotzdem darf man den Tierchen nicht alles geben. Hauptsächlich fressen sie Körner. Wir verwenden eine gute Mischung aus dem Handel, die schon eine abwechslungsreiche Zusammensetzung aufweist, z.B.: Weizen, Erbensflocken, Maisflocken, Soja, Hafer, Karotten, Kürbis, Rosinen, Geflügel, Leinsamen, Vitamine und Mineralien.

Sind die Nager ausserhalb des Terrariums, erhalten Sie auch mal ein frisches Bio-Rüebli, Sonnenblumenkernen oder Knäckebrot (ohne Zucker oder Salz) von uns. Was mit letztgenannter Delikatesse passieren kann, sieht man im folgenden Filmchen:

Wichtiges zur Ernährung

  • täglicher Trockenfutterbedarf: 6-10 g pro Maus
  • täglicher Wasserbedarf: 3-5 ml (gelegentlich Zugabe von Vitamintropfen)
  • Qualitätsmischungen aus dem Zoofachhandel verwenden
  • man kann auch Futter geben, die für Goldhamster oder Wellensittiche bestimmt sind

abwechslungsreiche Nahrung

  • Qualitätstrockenfutter
  • abwechslungsreiche Ergänzung: Hirse oder ähnliche Sämereien, Müslimischungen ohne Zuckerzusatz, Haferflocken, Getreidekörner, Trocken-Suppengemüse, rohe Nudeln
  • Delikatesse: Vollkorn-Knäckebrot
  • Leckerbissen/"Belohnungen": Sonnenblumen- und Küribskerne, Nüsse (Achtung: Zu viel davon ist schlecht für die Verdauung und macht fett)
  • in kleinen Mengen: Rüebli, Chicorée, Endivie, Gurken, alle Obstsorten, gelegentlich gekochte Kartoffel (Achtung: Wenn nicht alles gefressen wird, nach einem Tag entfernen)
  • Wildkräuter: Löwenzahn und Vogelmiere von unbelasteten Flächen (gut waschen/abtrocknen)
  • Zweige als vitaminreiche Beikost im Winter: Obstgehölzen, Weide, Birke, Haselnuss, Buche, Ahorn
  • Muttertiere brauchen mehr Eiweiss: Mehlwürmer, Joghurt und Quark (teelöffelweise) ab und zu Nager-Drops, gekochtes Ei, Hundetrockenfutter
  • Wasser: 3-5 ml pro Tag in Trinkflasche oder Schale (bei Schale geschützter Standort, damit keine Hobelspähne in das Wasser kommen)
  • weniger oder gar nicht geeignet: Sauerampfer, Rhabarber, unbekannte Kräuter, Kohl, Sellerie, Spinat*, Kopfsalat* (* zu viel Nitratgehalt im Winter). Rohe Bohnen, gekeimte oder grüne Kartoffeln und andere (als oben erwähnte) Gehölze sind giftig für die Nager

Futteranteil

  • Proteine (12-15%), Muttertiere benötigen mehr
  • Fett, essenzielle Fettsäuren (4-8%): Nüsse, Sonnenblumenkerne
  • Kohlenhydrate für Energie (50-60%): In Getreide
  • Mineralien (stärken Knochen, Zähne, Stoffwechsel): In Getreide und Gemüse
  • Vitamine (zum Schutz der Körperzellen): Vitamin A in Rüebli, B und E in Getreide

Das Wohlfühlheim

12. November 2006

Damit sich die Rennmäuse wohl fühlen, sollte man ihr Zuhause alle 2-3 Monate komplett auswechseln (öfters ist nicht nötig, da sie als Wüstentiere wenig trinken und desshalb wenig Urin abgeben). Um so geräumiger das Gitterkäfig oder Terrarium ist desto mehr Bewegungsfreiheit haben die Tiere. Denn sie brauchen viel Platz zum Streunen.

Wir haben ein Terrarium bevorzugt (120 cm lang, 50 cm breit, 50 cm hoch). So ist es möglich, das Terrarium mit genug viel Einstreu aufzufüllen (bis zu 30 cm hoch), was bei einem Gitterkäfig nicht möglich wäre. Ein weiterer Vorteil eines Terrariums ist, dass kein Einstreu nach aussen gescharrt werden kann. Als Deckel dient ein Maschendraht, der genug feine Maschen aufweist, damit die kleinen Nager nicht mit ihren Schnauzenspitze oder Zähnen hängen bleiben. Zu fein sollte die Gitterabdeckung aber auch nicht sein, denn es sollte immer genug Luft an die Tiere kommen, damit der Staub abziehen kann. Feine Staubschichten ausserhalb des Terrarium lassen sich daher kaum vermeiden.

Im folgenden Film zeigen wir eine Möglichkeit, wie das Terrarium gereingt und befüllt werden kann:

Zur Grundausstattung eines geräumigen Nager-Zuhause gehört nebst viel Einstreu (feine Hobelspähne) zum budeln, täglich Heu (als Nahrung) und Stroh (zum nagen, verkleinern), frisches Wasser (in Napf oder Trinkflasche), Körnermischung (im Futternapf oder irgendwo verteilt), Vogelsand (darin baden sich die Mäuse), Kletter- und Nagemöglichkeiten (Häuschen auf Stelzen, Kartonröhrchen, etc.), einen Salzstein (für die Zähne) und irgend ein Häuschen oder ausgehohlter Baumstamm. Meistens graben sie jedoch ihre eigenen Höhlen und Gänge im Einstreu, so dass sie sich nur ab und zu in den Häuschen und Baumstammhöhlen aufhalten.

  • Unsere
    3 Rennmäuse
    wohnten
    4 Jahre,
    2 Monate und
    5 Tage
    bei uns.

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