Unser Mäuschen Stupsi liegt in letzter Zeit etwas faul herum. Es hat auch zugenommen und ist das Dickste von den 3 Mäuschen. Was auffällt: Flecki ist recht klein geblieben. Um sicher zu gehen, dass mit den Mäusen alles in Ordnung ist, hat Roland diese Woche einen Tierarzt aufgesucht.
Fazit
Unsere Rennmäuse sind kerngesund. Tipp vom Doktor: Statt der Körner mehr Heu und Äste (Haselnuss, Zwetschgenbaum) zu knabbern geben. – Da sind wir ja beruhigt, dass es den drei Kleinen gut geht.
Witzig: Stupsi wurde auf der Rechnung mit Namen aufgeführt.
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Wenn es bei uns zu Hause durch die Fensterscheiben richtig warm wird und das Thermometer über 25°C klettert, kommt man ganz schnell ins Schwitzen. Unsere Rennmäuse nehmen das jedoch ganz gelassen. Sie fühlen sich in dieser warmen Umgebung puddelwohl. Sie setzen sich einfach irgendwo an die Sonne und relaxen. Sieh selbst auf den Fotos.
Das Futter für die Rennmäuse sollte abwechslungsreich sein. Trotzdem darf man den Tierchen nicht alles geben. Hauptsächlich fressen sie Körner. Wir verwenden eine gute Mischung aus dem Handel, die schon eine abwechslungsreiche Zusammensetzung aufweist, z.B.: Weizen, Erbensflocken, Maisflocken, Soja, Hafer, Karotten, Kürbis, Rosinen, Geflügel, Leinsamen, Vitamine und Mineralien.
Sind die Nager ausserhalb des Terrariums, erhalten Sie auch mal ein frisches Bio-Rüebli, Sonnenblumenkernen oder Knäckebrot (ohne Zucker oder Salz) von uns. Was mit letztgenannter Delikatesse passieren kann, sieht man im folgenden Filmchen:
Wichtiges zur Ernährung
täglicher Trockenfutterbedarf: 6-10 g pro Maus
täglicher Wasserbedarf: 3-5 ml (gelegentlich Zugabe von Vitamintropfen)
Qualitätsmischungen aus dem Zoofachhandel verwenden
man kann auch Futter geben, die für Goldhamster oder Wellensittiche bestimmt sind
abwechslungsreiche Nahrung
Qualitätstrockenfutter
abwechslungsreiche Ergänzung: Hirse oder ähnliche Sämereien, Müslimischungen ohne Zuckerzusatz, Haferflocken, Getreidekörner, Trocken-Suppengemüse, rohe Nudeln
Delikatesse: Vollkorn-Knäckebrot
Leckerbissen/"Belohnungen": Sonnenblumen- und Küribskerne, Nüsse (Achtung: Zu viel davon ist schlecht für die Verdauung und macht fett)
in kleinen Mengen: Rüebli, Chicorée, Endivie, Gurken, alle Obstsorten, gelegentlich gekochte Kartoffel (Achtung: Wenn nicht alles gefressen wird, nach einem Tag entfernen)
Wildkräuter: Löwenzahn und Vogelmiere von unbelasteten Flächen (gut waschen/abtrocknen)
Zweige als vitaminreiche Beikost im Winter: Obstgehölzen, Weide, Birke, Haselnuss, Buche, Ahorn
Muttertiere brauchen mehr Eiweiss: Mehlwürmer, Joghurt und Quark (teelöffelweise) ab und zu Nager-Drops, gekochtes Ei, Hundetrockenfutter
Wasser: 3-5 ml pro Tag in Trinkflasche oder Schale (bei Schale geschützter Standort, damit keine Hobelspähne in das Wasser kommen)
weniger oder gar nicht geeignet: Sauerampfer, Rhabarber, unbekannte Kräuter, Kohl, Sellerie, Spinat*, Kopfsalat* (* zu viel Nitratgehalt im Winter). Rohe Bohnen, gekeimte oder grüne Kartoffeln und andere (als oben erwähnte) Gehölze sind giftig für die Nager
Nach eineinhalb Monaten werden unsere drei Rennmäuse immer zutraulicher. Ausserhalb ihres Terrariums gehen sie alle paar Tage auf Entdeckungstour. Sie haben auch mit uns Menschen mittlerweile Freundschaft geschlossen. Wenn wir uns zu ihnen auf den Boden hinsetzen oder legen, kann es schon mal passieren, dass eines der kleinen Nagern nebst viel beschnuppern auch mal in ein Hosenbein krabbelt (das kitzelt). Unser Flecki ist am wenigsten ängstlich und hat sich auch schon auf unsere Arme oder Schultern getraut. Solche Aufenthalte sind natürlich nur von kurzer Dauer, denn beim Freilauf lockt das grosse Abenteuer.
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Damit sich die Rennmäuse wohl fühlen, sollte man ihr Zuhause alle 2-3 Monate komplett auswechseln (öfters ist nicht nötig, da sie als Wüstentiere wenig trinken und desshalb wenig Urin abgeben). Um so geräumiger das Gitterkäfig oder Terrarium ist desto mehr Bewegungsfreiheit haben die Tiere. Denn sie brauchen viel Platz zum Streunen.
Wir haben ein Terrarium bevorzugt (120 cm lang, 50 cm breit, 50 cm hoch). So ist es möglich, das Terrarium mit genug viel Einstreu aufzufüllen (bis zu 30 cm hoch), was bei einem Gitterkäfig nicht möglich wäre. Ein weiterer Vorteil eines Terrariums ist, dass kein Einstreu nach aussen gescharrt werden kann. Als Deckel dient ein Maschendraht, der genug feine Maschen aufweist, damit die kleinen Nager nicht mit ihren Schnauzenspitze oder Zähnen hängen bleiben. Zu fein sollte die Gitterabdeckung aber auch nicht sein, denn es sollte immer genug Luft an die Tiere kommen, damit der Staub abziehen kann. Feine Staubschichten ausserhalb des Terrarium lassen sich daher kaum vermeiden.
Im folgenden Film zeigen wir eine Möglichkeit, wie das Terrarium gereingt und befüllt werden kann:
Zur Grundausstattung eines geräumigen Nager-Zuhause gehört nebst viel Einstreu (feine Hobelspähne) zum budeln, täglich Heu (als Nahrung) und Stroh (zum nagen, verkleinern), frisches Wasser (in Napf oder Trinkflasche), Körnermischung (im Futternapf oder irgendwo verteilt), Vogelsand (darin baden sich die Mäuse), Kletter- und Nagemöglichkeiten (Häuschen auf Stelzen, Kartonröhrchen, etc.), einen Salzstein (für die Zähne) und irgend ein Häuschen oder ausgehohlter Baumstamm. Meistens graben sie jedoch ihre eigenen Höhlen und Gänge im Einstreu, so dass sie sich nur ab und zu in den Häuschen und Baumstammhöhlen aufhalten.
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