Nach eineinhalb Monaten werden unsere drei Rennmäuse immer zutraulicher. Ausserhalb ihres Terrariums gehen sie alle paar Tage auf Entdeckungstour. Sie haben auch mit uns Menschen mittlerweile Freundschaft geschlossen. Wenn wir uns zu ihnen auf den Boden hinsetzen oder legen, kann es schon mal passieren, dass eines der kleinen Nagern nebst viel beschnuppern auch mal in ein Hosenbein krabbelt (das kitzelt). Unser Flecki ist am wenigsten ängstlich und hat sich auch schon auf unsere Arme oder Schultern getraut. Solche Aufenthalte sind natürlich nur von kurzer Dauer, denn beim Freilauf lockt das grosse Abenteuer.
Damit sich die Rennmäuse wohl fühlen, sollte man ihr Zuhause alle 2-3 Monate komplett auswechseln (öfters ist nicht nötig, da sie als Wüstentiere wenig trinken und desshalb wenig Urin abgeben). Um so geräumiger das Gitterkäfig oder Terrarium ist desto mehr Bewegungsfreiheit haben die Tiere. Denn sie brauchen viel Platz zum Streunen.
Wir haben ein Terrarium bevorzugt (120 cm lang, 50 cm breit, 50 cm hoch). So ist es möglich, das Terrarium mit genug viel Einstreu aufzufüllen (bis zu 30 cm hoch), was bei einem Gitterkäfig nicht möglich wäre. Ein weiterer Vorteil eines Terrariums ist, dass kein Einstreu nach aussen gescharrt werden kann. Als Deckel dient ein Maschendraht, der genug feine Maschen aufweist, damit die kleinen Nager nicht mit ihren Schnauzenspitze oder Zähnen hängen bleiben. Zu fein sollte die Gitterabdeckung aber auch nicht sein, denn es sollte immer genug Luft an die Tiere kommen, damit der Staub abziehen kann. Feine Staubschichten ausserhalb des Terrarium lassen sich daher kaum vermeiden.
Im folgenden Film zeigen wir eine Möglichkeit, wie das Terrarium gereingt und befüllt werden kann:
Zur Grundausstattung eines geräumigen Nager-Zuhause gehört nebst viel Einstreu (feine Hobelspähne) zum budeln, täglich Heu (als Nahrung) und Stroh (zum nagen, verkleinern), frisches Wasser (in Napf oder Trinkflasche), Körnermischung (im Futternapf oder irgendwo verteilt), Vogelsand (darin baden sich die Mäuse), Kletter- und Nagemöglichkeiten (Häuschen auf Stelzen, Kartonröhrchen, etc.), einen Salzstein (für die Zähne) und irgend ein Häuschen oder ausgehohlter Baumstamm. Meistens graben sie jedoch ihre eigenen Höhlen und Gänge im Einstreu, so dass sie sich nur ab und zu in den Häuschen und Baumstammhöhlen aufhalten.